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Nominierungsversammlung 22.10.2010

Wahlvorschlag, Kandidatenvorstellung und Wahlprogramm

Unser Stadtrat Hans Dorrer hat bei unserer Nominierungsversammlung der Freien Wähler Neunburg am 22.10.2010 in der Gaststätte Dorrerkeller unseren Vorsitzenden Martin Scharf mit folgenden Worten vorgeschlagen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freie Wählerinnen,

liebe Freie Wähler,

ich schlage hiermit unseren 1. Vorsitzenden und Fraktionssprecher, Herrn Martin Scharf, als Kandidaten der Freien Wähler Neunburg für die Bürgermeisterwahl 2011 vor.

Sowohl die Freie Wähler-Fraktion, als auch die gesamte Vorstandschaft ist der Meinung, daß Martin Scharf unser Mann für die anstehenden Bürgermeisterwahlen sein soll.

Martin hat vom ersten Tag seiner Mitgliedschaft bei uns Freien Wählern, insbesondere bei seiner Tätigkeit in der Vorstandschaft hervorragende Arbeit geleistet. Er hat frischen Wind in die Freien Wähler gebracht. Martin hat von der ersten Minute an Verantwortung übernommen. Für ihn war es kein Thema, sofort zu einer führenden Position in der Vorstandschaft der Freien Wähler „Ja „ zu sagen. Es liegt in seinem Naturell, Verantwortung und Führungspositionen zu übernehmen. Der neue Führungsstil von Martin hat Veränderungen mitgebracht.

Für uns in der Freien Wähler-Fraktion war es nach seinem sehr guten Ergebnis bei der Stadtratswahl 2002 klar, dass Martin – obwohl er Neuling war – unser neuer Fraktionssprecher sein sollte. Martin hat wiederum sofort Verantwortung und die Führung der Freien Wähler-Fraktion übernommen.

Ich kenne Martin als Einen, der für Neunburg arbeitet und lebt, der nicht lange um den heißen Brei herumredet, der auch an schwierige Themen rangeht. Ich kenne Martin als Einen, der, wenn es erforderlich ist, selbst Hand anlegt. Martin ist Einer, der selbstkritisch ist und auch in schlechten Zeiten sich vor seine Mannschaft stellt. Martin ist Einer, der zuhören kann. Aus diesem Grund weiß er, wo den Bürgern der Schuh drückt, was die Bürger wollen. Bei den beiden Bürgerentscheiden in den letzten Jahren war er auf Seiten der Mehrheiten, also auf Seiten der Neunburger Bürger. Martin ist hartnäckig und konsequent. Er lässt bei Themen, die wichtig sind, nicht locker.

Sein Charakter, sein Wesen, seine Erfahrung als Stadtrat, seine Ausbildung und seine fachliche Qualifikation machen ihn zum perfekten Kandidaten.  Ein ausgebildeter Jurist und Rechtsanwalt würde unserer Stadt sehr gut zu Gesicht stehen.

Ich und die Mitglieder der Fraktion und der Vorstandschaft sind uns einig, daß Martin der Kandidat der Freien Wähler und auch der Beste für das Amt des Neunburger Bürgermeisters ist.“

Darum bitte ich Euch alle für ein klares Votum bei der heutigen Kandidatenwahl.

 

Nachdem unser 1. Vorsitzender Martin Scharf den Teilnehmern der Nominierungsversammlung seinen Lebenslauf vorgestellt hatte, begründete er seine Bewerbung für das Neunburger Bürgermeisteramt.

 

„Liebe Freie Wählerinnen,

liebe Freie Wähler,

warum bin ich für das Amt  des Bürgermeisters geeignet und warum will ich Bürgermeister von Neunburg werden?

Als Bürgermeister hat man sehr viele Aufgaben zu erledigen, seien es repräsentative Aufgaben, seien es Verhandlungen mit Bürgern oder Behörden, sei es als Vorgesetzter  der städtischen Angestellten.

Die Aufgaben eines Bürgermeisters traue ich mir selbstverständlich zu. Ich habe in den letzten Jahren gezeigt, dass ich  mich auf dem öffentlichen Parkett bewegen kann. Als Anwalt besitze ich die Fähigkeiten, zu verhandeln, an Probleme heranzugehen und solche zu lösen. Bei manchen rechtlichen Problemen, beim Erstellen von Schriftsätzen, bei  der Korrespondenz mit Versicherungen, bei Verhandlungen mit Behörden und Ämtern, etc. kommt der Stadt meine Erfahrung als Rechtsanwalt sehr zugute.

In punkto „Menschenführung und Motivation“ habe ich als Vorgesetzter meiner langjährigen Angestellten, wie auch als Vorsitzender mehrerer Vereine schon bewiesen, dass ich Menschen führen und motivieren  kann. Ich bin mir sicher, dass ich auch die Mitarbeiter der Stadt führen und motivieren  kann.

Ich bin mit Leib und Seele ein Neunburger. Ich war wegen meines Studiums und meiner beruflichen Tätigkeit über 10 Jahre aus Neunburg weg, ohne allerdings den Kontakt zu Neunburg zu verlieren. Ich hatte immer den Willen, nach Neunburg zurückzukehren, da ich mit den Menschen in Neunburg und der Heimat verbunden bin und ich mich in Neunburg wohlfühle.

Seit meiner Rückkehr nach Neunburg vor mittlerweile 13 Jahren habe ich mich sowohl in Vereinen, als auch politisch engagiert. Ich habe feststellen können, dass man bei einem entsprechenden Engagement etwas bewegen kann. Ich habe dies zuletzt beim Fest des TC Neunburg an der Dorrerstraße gesehen. Dieses bis dato ehrenamtlich gezeigte Engagement will ich in Vollzeit ausüben / einbringen. Ich habe mich in den letzten Jahren bereits sehr viel in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, so als Stadtrat, als Fraktionssprecher, bei Vereinstätigkeiten, die jahrelange Mithilfe bei der Beach Party und als Mitglied der Lenkungsgruppe.

Ab April 2011 möchte ich mich hauptberuflich und mit ganzer Kraft in den Dienst für Neunburg und deren Bürger stellen. Ich will Anwalt der Bürger, Anwalt Neunburgs sein.

Ich würde mich  sehr freuen, wenn sie mir bei der bevorstehenden Wahl das Vertrauen schenken.“

 

Nachdem Martin Scharf von der Nominierungsversammlung zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2011 gekürt worden war, hat er sich mit nachfolgender Rede an die anwesenden Teilnehmer gewandt:

 

„Liebe Freie Wähler,

liebe Freie Wählerinnen,

ich bedanke mich herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Mit meiner ganzen Kraft werde ich alles dafür tun, um die in mich gesetzten Erwartungen und Anforderungen zu erfüllen.

Ich stelle Ihnen in Grundzügen das Wahlprogramm für die Bürgermeisterwahlen vor. Dieses Wahlprogramm haben wir, d.h. die Vorstandschaft, die Fraktion und ich  gemeinsam erarbeitet. Nur wenn Übereinstimmung und Zusammenhalt besteht, können tragfähige Entscheidungen getroffen werden, nur gemeinsam können wir etwas erreichen und große Ziele verwirklichen.

Wie sie wissen, bin ich Rechtsanwalt. Ab April 2011 will ich Anwalt der Bürger sein. Ich will als Anwalt der Bürger die Interessen meiner Heimatstadt Neunburg vertreten.

  • Als Bürgermeister steht für mich eindeutig im Mittelpunkt: der BÜRGER. Der Dialog mit den Neunburger Bürgern, ebenso der Dialog mit den Gewerbetreibenden, der Industrie, und auch der Dialog in der Verwaltung intern. Einen Bürgermeister sehe ich hier auch als Bindeglied. In der Praxis denke ich hier an Bürgersprechstunden, regelmäßige Treffen und Gedankenaustausch mit Industrie und Handel. Auch der geschäftsführende Beamte, der Kämmerer und die Sachbearbeiter der einzelnen Referate sollen sich – sofern es nicht schon Übung ist - in regelmäßigen Abständen bei unseren Gewerbetreibenden sehen lassen. Notwendig ist auch ein qualifizierter, angenehmer, - sofern erforderlich - harter Dialog zwischen der Stadt Neunburg, dem Landkreis, der Regierung der Oberpfalz und der Staatsregierung in München. Es muss versucht werden, die Neunburger Interessen bei den entsprechenden Stellen durchzusetzen.

  • Ein weiterer Schwerpunkt zur künftigen positiven Entwicklung Neunburgs ist die Alt- und Vorstadt: Die Altstadt ist den Freien Wählern und mir ein großes Anliegen. Es ist wichtig, dass in der Alt- und Vorstadt Leben drin ist. Damit dies gelingt, muss dort Belebung eintreten, attraktive Angebote vorhanden sein, ein gewisser eigener Charme herrschen. Dann werden sich die Bürger gerne dort aufhalten, es findet Leben innen statt. In Folge dessen wird dieser Bereich auch für Geschäftsleute, Selbständige, Investoren und Neuansiedlungen wieder interessant und ist für Bürger, Passanten, Besucher und Geschäftstätige eine Bereicherung. Erste Schritte sind gemacht worden. Die untere Hauptstraße, die momentan in der Testphase befindliche Einbahnstraße und Geschäftseröffnungen. Es müssen noch weitere folgen. Ich denke an Maßnahmen wie aktives Leerstandsmanagement, die positive Darstellung und eine direkte fußläufige Verbindung der Altstadt mit dem Burggraben - einen der schönsten Orte in Neunburg. Arbeitsplätze werden geschaffen und auch der Tourismus wird gefördert.

  • Wirtschaft: Ich werde stets versuchen, neue Firmen nach Neunburg zu holen, damit zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden können. Wie kann man die erreichen? Man muss den Markt beobachten, bei vielen Betrieben anfragen und Gespräche führen. Günstige Grundstückspreise sind eine weitere Voraussetzung. Die ansässigen Unternehmen sind zu unterstützen, damit die bestehenden Arbeitsplätze erhalten bleiben.

  • Einen weiteren zukunftsorientierten Schwerpunkt sehe ich im Bereich Bildung. Unsere Mittelschule ist aus meiner Sicht sehr gut aufgestellt. Nachholbedarf haben wir bei der Grundschule. Wir Freie Wähler haben in diesem Jahr schon entsprechende Anträge gestellt, die zukunftsweisend Schritte einleiten sollen. Die Zukunft und Bildung sollte uns allen am Herzen liegen. Diesen Beginn will ich weiterführen und im engen Kontakt mit der Schulleitung entsprechende Planungen angehen.

  • Ein Hauptaugenmerk ist auch die Verbesserung der örtlichen Infrastruktur so z. Bsp. ein Kreisverkehr am Jobplatz: auch diesbezüglich heißt es für mich, den bereits von uns Freien Wählern eingeleiteten Prozess fortzuführen. Ein Kreisverkehr am Jobplatz würde trotz der Bedenken der Verwaltung erhebliche Verbesserungen bringen. Sowohl die Fahrer, die von Schwarzhofen, Dieterskirchen, Unter-, Mitter- und Oberaschau kommen, werden davon profitieren, als auch die Fahrer, die von der Altstadt kommen. Die Altstadt würde davon profitieren, denn - wie wir wissen - meiden die meisten Menschen umständliche, problematische Verkehrssituationen. Ein reibungsloser Verkehrsfluss käme der Anbindung an die Altstadt und somit deren Belebung und Attraktivität zu Gute. Deshalb wollen wir dieses Thema nicht aus den Augen verlieren. Der eingeleitete Weg im Straßen- und Brückenbau muss fortgeführt werden, um die erforderliche Infrastruktur zu verbessern.

  • Stadthalle: die Stadthalle wird gebaut und wahrscheinlich im Frühling 2012 bezugsfertig sein. Um diese wirtschaftlich betreiben zu können, ist es wichtig die Stadthalle mit Leben zu füllen. Die Stadthalle muss sich zu einem Ort entwickeln, an dem für die Neunburger und Besucher etwas geboten wird. Die Stadthalle muss sich zu einem kulturellen Mittelpunkt entwickeln. Hier muss man frühzeitig Kontakte knüpfen mit Agenturen, Künstlern, Organisatoren, usw.  Man muss ständig am Ball bleiben und man sollte baldig anfangen. Es müssen zeitig die Verantwortlichkeiten geregelt werden, damit die Planungen für die Veranstaltungen beginnen können.

  • Kulturelles Angebot in Neunburg: wir in Neunburg haben ein vielfältiges Angebot an kulturellen Veranstaltungen, insbesondere unser Festspiel. Diese kulturellen Veranstaltungen müssen gepflegt werden und meines Erachtens noch mehr beworben werden. Neben den schon stattfindenden Veranstaltungen sollen Neue das Neunburger Kulturleben bereichern. Ich denke hier beispielsweise an Neunburger Kulturtage, an Rockkonzerte, Kabarettisten, usw. Für nächstes Jahr habe ich als 1. Vorsitzender des TC Neunburg den bekannten Kabarettisten Michael Altinger verpflichtet. Er wird am 21.07.2011 im Burghof auftreten. Durch eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen können wir uns von anderen Gemeinden abheben und eine Alleinstellung erreichen. Auch unser Tourismus und unsere Gastronomie werden davon profitieren.

  • Der Bürgermeister als Chef der Stadtverwaltung. Eine Stadt- und Gemeindeverwaltung ist heute vergleichbar mit einem Betrieb und muss als solcher auch so geführt werden. Ich beabsichtige, diesen Betrieb „Stadtverwaltung“ so zu führen, als wäre es mein eigener. Ein gutes Betriebsklima und kollegiales Miteinander ist mir wichtig. Ein gutes Betriebsklima, ein Miteinander und eine kompetente Führung sind Voraussetzung für eine gute Stadtverwaltung. Mit Blick auf die Finanzen ist überlegtes Haushalten sowie der verantwortliche Umgang mit Steuergeldern notwendig. Es soll wie schon in den letzten Jahren auf sinnvolle Sparsamkeit hingewirkt werden - im Hinblick auf die zukünftigen Belastungen unserer Kommune, den Kommunen allgemein und den Prognosen eine extrem wichtige Aufgabe.

Ich bitte Sie, mich bei der anstehenden Wahl mit ihrer Stimme, mit ihrer persönlichen Werbung und ihrem Einsatz zu unterstützen.“

 

Bericht der Mittelbayerischen Zeitung (Quelle: www.mittelbayerische.de):


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