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Baubgl. Gremium - Rücktritt Johann Dorrer
Unser Stadtrat Johann Dorrer erklärte im Rahmen der Stadtratssitzung am Donnerstag, den 24.11.2011, seinen Rücktritt aus dem baubegleitenden Gremium für die Schwarzachtalhalle mit folgenden Worten:
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Stadtratskolleginnen und Stadtratskollegen,
ich möchte hier und heute öffentlich bekannt geben, dass ich ab sofort aus dem baubegleitenden Gremium ausscheiden werde.
Meinen Entschluss, aus dem baubegleitenden Gremium für die Schwarzachtalhalle auszuscheiden, begründe ich wie folgt:
Ich habe am 28.10.2011 einen Brief erhalten, der mir verbietet, das Baustellengelände zu betreten. Vom Sicherheitskoordinator wurde gemeldet, daß ich zum wiederholten Mal ohne Anmeldung die Baustelle begangen habe. Das ist in diesem Fall nur bedingt richtig, da ich nur einmal an einem Arbeitstag die Baustelle betreten habe. Ansonsten betrat ich diese nur an den Tagen, an denen nicht gearbeitet wurde. Dies habe ich aber bereits im Frühjahr mitgeteilt, als ich meldete, dass der Aufzug nicht ausgeführt wird.
Die mir angebotene Begehung nach vorheriger Anmeldung und Genehmigung entspricht nicht meinen Bedürfnissen.
Die Art und Weise, wie mir die Untersagung mitgeteilt wurde, finde ich keinesfalls in Ord-nung. Von Herrn Meier sind wir das gewohnt. Von Herrn Bürgermeister hätte ich mir gewünscht, dass man diese Angelegenheit in einem persönlichen Gespräch mit mir bespricht.
Ich glaube, dass die in den Vordergrund gestellte Sicherheitsproblematik nicht der Anlass dieser Vorgehensweise war, sondern, daß ich manchen Leuten unbequem wurde.
Ich will auch noch einige Anmerkungen zum baubegleitenden Gremium an sich dem Stadtrat mitteilen.
Die Teilnehmer werden immer weniger. Warum? Man kann nichts bewegen. Meistens ist alles schon beschlossen. Daneben waren in diesem Jahr sowieso nur zwei Sitzungen. Nun ein paar Themen aus der letzten Sitzung am 13.09.2011:
Franz Koller regte an, statt der teueren Spannbetonlösung für das ca. 1,25 m hohe Brückerl im vorderen Park, sollte doch eine Aufschüttung vorgenommen werden. Dies wurde von Herrn Weiß kategorisch abgelehnt. Von mir wurde angeregt, dass der Name der Schwarzachtalhalle auch an der Nordseite, also auf der Seite, die im Blickfeld zur Rötzer Straße ist, angebracht werden sollte. Der Schriftzug an der Westseite ist durch die Parkbäume kaum sichtbar. Ich glaube nicht, dass meine Anregung einen Erfolg hat. Die rechteckig geschnittenen Bäume, die eigentlich vom Stadtrat abgelehnt wurden, sind von mir nochmals in Erinnerung gerufen worden. Hierzu stellt Herr Weiß Argumente zusammen, um aufzuzeigen, dass diese pflegeintensiven Bäume doch notwendig sind. Weiter schlug ich vor, einen ebenfalls rechteckig geschnittenen Baum an der Ostseite der Halle entfallen zu lassen, da er beim Zeltaufbau hinderlich ist. Dies steht nicht einmal im Protokoll. Lichtbänder in der Halle sind nicht vier, wie in den Plänen gezeichnet, sondern nur drei eingebaut. Dies muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, aber wir sollten über solche Änderungen informiert werden. Außerdem sind diese Dachöffnungen wegen Vorhandensein der Lichtkuppelkonstruktion provisorisch abgedeckt worden. Was sicher notwendig war, aber für ca. 300 qm auch viel Geld kostet.
Noch einmal zurück zu dem Brief. Ich glaube nicht, dass es richtig ist, wenn ein Mitglied wie ich als Baufachmann in einem baubegleitenden Gremium ist, nur alle 5-6 Monate in einer Sitzung über den Baufortschritt informiert wird. Darum trete ich als Mitglied dieses Gremiums zurück.
Danke!“
Lesen Sie dazu den Bericht der Mittelbayerischen Zeitung (Quelle: www.mittelbayerische.de):


