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Am 14.12.2022 nominierte die Landesvereinigung der Freien Wähler Bayern im Landkreis Schwandorf ihre Kandidaten für die Bezirks- und Landtagswahl im kommenden Jahr. Das Neunburger Freie Wähler-Urgestein Martin Scharf, Stadtrat und Kreisrat sowie jeweiliger Fraktionssprecher, wurde zum Direktkandidaten gekürt. Lesen Sie dazu die Bewerbungsrede von Martin Scharf:
"Liebe Freie Wählerinnen,
liebe Freie Wähler,
sehr geehrte Damen und Herren,
bevor ich auf die Gründe meiner Bewerbung eingehe, will ich für alle Diejenigen, die mich nicht so gut kennen, zu meiner Person etwas sagen:
Ich bin am 01.03.1963 geboren, werde also nächstes Jahr 60 Jahre alt. Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie. Ich habe vier ältere Brüder und eine jüngere Schwester, die am gleichen Tag Geburtstag hat wie ich, allerdings ein Jahr später.
Ich habe die Grundschule in Neunburg vorm Wald besucht und mein Abitur habe ich am Robert-Schumann-Gymnasium in Cham abgelegt. Nach meinem Wehrdienst bei der Artillerie hier in Neunburg habe ich in Regensburg Jura studiert. Während meiner Referendarzeit war ich u. a. für einige Monate in Istanbul. Nach erfolgreichem Abschluss meines 2. Staatsexamens habe ich zunächst eine Rechtsanwaltsstelle in Torgau angetreten. Anschließend bin ich nach Regensburg gewechselt. 1996 habe ich eine Anwaltskanzlei in Rötz eröffnet. Im Jahr 2003 bin ich dann nach Neunburg vorm Wald gewechselt und betreibe eine überörtliche Sozietät mit meinem Bruder.
Ich bin seit 1990 verheiratet. Meine Frau ist Lehrerin hier an der Grundschule in Neunburg. Ich habe drei erwachsene Kinder.
Mein Werdegang bei den Freien Wählern sieht wie folgt aus:
1998 bin ich den Freien Wählern Neunburg beigetreten. Nach immerhin zwei Tagen Mitgliedschaft wurde ich zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Seit 2000 bin ich 1. Vorsitzender der Freien Wähler. 2002 wurde ich in den Neunburger Stadtrat gewählt. Seither bekleide ich auch das Amt des Fraktionssprechers der Neunburger Freie Wähler-Stadtratsfraktion.2014 habe ich einen Sprung in den Kreistag geschafft. Seit 2018 bin ich Fraktionssprecher der Kreistagsfraktion.
Nunmehr würde ich gerne mit Ihrer Unterstützung den nächsten Schritt gehen.
Warum bewerbe ich mich um die Kandidatur?
Die Freien Wähler in Bayern haben seit ihrem Einzug in den Bayr. Landtag Vieles bewegt, Vieles in unserem Bayern verbessert. Ich denke hier an die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, die Wiedereinführung des G9. Die Freie Wähler-Landtagsfraktion und ihre Minister stehen in der Regierungsverantwortung ihren Mann/Frau.
Es gibt aber noch Einiges zu tun. Seit Corona und dem unsäglichen, abscheulichen Krieg in der Ukraine hat sich die Welt verändert. Ich will einige Punkte nennen.
Energie: wir müssen es schaffen, autark zu werden. Wind, Wasser, Wasserstoff, Solar und Geothermie. Alle möglichen Arten müssen genutzt werden.
Bildung: wir müssen alles daran setzen, besser zu werden, an die Spitze zu kommen, die besten zu werden/zu sein. Unsere Kinder und Jugend sind unsere Zukunft.
Digitalisierung: hier gilt das gerade Gesagte. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die ständige Verbesserung des Netzes.
Fachkräftemangel, die Pflege unserer Seniorinnen und Senioren, Integration, flächendeckende Gesundheitsfürsorge, insbesondere im ländlichen Bereich.
Es gibt noch Einiges abzuarbeiten.
Wir Freien Wähler sind Praktiker/Pragmatiker. Wir stehen meist mit beiden Füßen im Leben. Bei uns haben die Politikverantwortlichen abgeschlossene Ausbildungen, sie haben in ihren Berufen ihre Frau/ihren Mann gestanden. Bei mir gilt zwar grundsätzlich auch die von mir kritisierte Politikerlaufbahn „Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal“, allerdings mit dem Unterschied, dass ich während meiner Schul- und Studienzeit als Schreinergehilfe, Lagerarbeiter, Essiggurkeneinmacher gejobbt habe und mittlerweile auf 30 Jahre Berufserfahrung als Rechtsanwalt und 20 Jahre Kommunalpolitik zurückschauen kann. Kommunalpolitik ist meiner Meinung nach die ehrlichste und härteste Form in der Politik. Hier wirst du tagtäglich von deinen Wählern, von Bürgerinnen und Bürgern angesprochen und mit den verschiedensten Themen konfrontiert.
Politiker zu sein, heißt für mich, sich die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger anzuhören, ernst zu nehmen und sich damit auseinander zu setzen, nicht leichtfertig als falsch oder nicht umsetzbar abzutun und sich für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, für Anliegen der Region, einzusetzen. Wichtig bei allen politischen Entscheidungen ist immer der gesunde Menschenverstand. Was Politik nicht sein darf ist, sich auf Prinzipien zu versteifen, keine anderen Meinungen zuzulassen, unflexibel zu sein. Die letzten Jahre, ich denke hier an Corona und den Krieg in der Ukraine – hat uns gelehrt, dass wir flexibel und auch schnell handeln müssen. Wichtig ist allerdings, immer einen kühlen Kopf zu bewahren.
Ich habe während meiner politischen Laufbahn diese Attribute gelebt. Ich will mich mit all meiner Kraft und meiner Erfahrung in den Landtag einbringen.
Eins noch zum Schluss: Es darf in Bayern keine Verhältnisse wie in Berlin geben. Es kann nicht angehen, dass Ideologien über das Wohl der Bundesrepublik Deutschland gestellt werden. Wir brauchen in Bayern eine starke Regierung. Die Freien Wähler sind ein Garant dafür. Wir brauchen Leute mit gesundem Menschenverstand, mit Weitsicht. Bayern braucht die Freien Wähler. Ich will ein Teil davon sein.
Ich bitte Sie, mich zu unterstützen und mir Ihre Stimme zu geben.
Danke."